Die Eigenschaften formgepresster Teile aus VICTREX® PEEK™ unterscheiden
sich von denen spritzgegossener Teile.
Üblicherweise besitzen gepresste Teile einen höheren Kristallinitätsgrad und deshalb eine höhere Steifigkeit und Festigkeit, sind aber auch härter und spröder. VICTREX PEEK kann auch mit gemahlenen Fasern gemischt und anschließend verpresst werden. Im Gegensatz zu Spritzgussproben werden die Eigenschaften solcher Teile aber annähernd isotrop sein. Festigkeit, thermische Ausdehnung und tribologische Eigenschaften werden sich ebenfalls von Spritzgusskörpern unterscheiden. Durch nachträgliches Tempern kann der eventuellen Rissbildung entgegenwirkt werden, die bei dickwandigen
Werkstücken durch innere Spannungen verursacht wird. Für Details wird auf das Kapitel zum „Tempern“
verwiesen. Mit dem Formpressen können keine engen Toleranzen eingehalten werden, so dass das Endmaß nur über spanabhebende Bearbeitung gemäß den Empfehlungen in dieser Broschüre erreicht werden kann. Etwaige Verfärbungen am Pressling werden meist durch dem Kontakt mit dem Werkzeugstahl bzw. dem Formtrennmittel erzeugt. Diese Oberflächenschicht sollte entfernt werden.
Beim Formpressen sind noch weitere Punkte zu beachten:
- Pressdruck
- Verarbeitungstemperatur
- Tempern
- Spanabhebende Nachbearbeitung
- Trocknen
- Formentrennmittel
- Spezieller Trockenofen
Detailliertere Informationen sowie Empfehlungen zum Formpressen mit VICTREX PEEK finden Sie im VICTREX PEEK Processing Guide.